Unter der Überschrift „Die Gamesindustrie zwischen wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlicher Verantwortung“ finden von Dienstag, 21. bis Donnerstag, 23. April 2009 die dritten Deutschen Gamestage und die Entwicklerkonferenz Quo Vadis in der Urania in Berlin statt. Die Gamestage diskutieren in ihrer dritten Ausgabe nicht nur aktuelle Branchenentwicklungen, sondern in ihren frei zugänglichen politischen Runden schwerpunktmäßig auch die gesellschaftlichen, medienpolitischen und pädagogischen Fragestellungen rund um Computerspiele.

Auftaktdiskussion am Dienstag, 21. April (17.00 bis 19.30 Uhr) in der Urania

„Die Gamesbranche zwischen wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlicher Verantwortung“
Unter der Leitung von Dr. Joachim Huber, Medienredakteur „Der Tagesspiegel“ diskutieren Dr. Klemens Kundratitz, Koch Media und Vorstand Branchenverband BIU, Klaas Kersting, Gameforge, Heiko Fischer, Crytek, Christoph Klimmt, Universität Mainz und Christian Hirte, MdB CDU/CSU Fraktion.

Jugendschutzforum am Donnerstag, 23. April (16.30 bis 19.00 Uhr) in der Urania

Computerspiele sind fester Bestandteil der heutigen Jugendkultur. Das Durchschnittsalter der Spieler liegt laut Branchenverband BIU bei 23 Jahren, ein Großteil der Nutzer sind jedoch Kinder und Jugendliche. Einerseits sind Computerspiele als Kulturgut anerkannt, andererseits werden immer wieder Forderungen nach dem Verbot von Killerspielen laut. Dass Kinder und Jugendliche vor missbräuchlicher Nutzung geschützt werden müssen, darin sind sich Politiker, Pädagogen, Spieleentwickler, Spieleproduzenten und –publisher einig.
Mit: André Peschke (Krawall Gaming Network), Marko Hein, Medienreferent Gerald Jörns (Computerspielberatung.de), Chantal Mörsen (Charité Berlin), Dr. Jörg Müller-Lietzkow (Uni Paderborn), Rechtsanwalt Dr. Stephan Mathé (Rode + Mathé Rechtsanwälte), Kai Gehring (Bündnis 80/Die Grünen).

„Games und Urheberrecht“ am Mittwoch, 22. April (16.00 bis 17.30 Uhr) in der Urania

Waren früher nur wenige Verlage oder Künstler von Urheberrechtsfragen betroffen, müssen heute alle, die sich in der digitalisierten Medienwelt bewegen – sei es via Handy, E-Mail, Digitalkamera, Internet, Musik-Download, Online-Game, Computerspiel etc. – die Frage nach dem Schutz des geistigen Eigentums stellen. Christian Sommer (GVU – Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V.), Volker Grassmuck (Humboldt Universität Berlin/Initiative privatkopie.net), Bobby Chang (Rapidshare), Carina Neumüller (RA Schulte Riesenkampff) und Malte Spitz (Bündnis 90/Die Grünen) diskutieren vor dem Hintergrund stetig wachsender Breitband-Downloadmöglichkeiten, verschärfter Urhebergesetzgebung in Deutschland und radikaleren Ansätzen anderer europäischer Staaten, Probleme und Chancen der Rechtslage im Cyberspace. Moderator ist Harald Hesse, Chefredakteur vom Fachmagazin GamesMarkt.

Die Deutschen Gamestage finden zum dritten Mal in der Urania in Berlin statt. Die Deutschen Gamestage und Quo Vadis 2009 werden von Aruba Events veranstaltet und vom Medienboard gefördert.